Ins Tun kommen
- Nadine

- 7. Sept. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 25. Nov. 2025
Warum fällt es unter Umständen so schwer ins Tun zu kommen?
Seit Online-Kurse den Markt überfluten erlebe ich so viele verunsicherte Pferdebesitzer wie noch nie. Noch nie war so viel Wissen unter den Pferdehaltern verbreitet. Aber auf der anderen Seite herrscht eine enorme Unsicherheit. Manche meiner Kunden trauen sich kaum noch etwas von ihren Pferden zu verlangen und sei es nur grundsätzliche Höflichkeit.

Auf der einen Seite ist das positiv!
Auf der einen Seite empfinde ich diese Entwicklung als ganz großartig. Dass so viele Menschen Schmerzen oder auch Stress und Unsicherheit bei ihren Pferden erkennen und sich so viele Gedanken über das Wohlergehen der Pferde machen ist eine sehr positive Entwicklung.
Auf der anderen Seite erlebe ich eine große Verunsicherung.
Auf der anderen Seite erlebe ich eine große Verunsicherung auf Seiten der Menschen und auch auf Seiten der dazugehörigen Pferde. Manch einer kommt nur noch zum Füttern, schließlich wird alles andere als Druck empfunden, mit dem man unangemessen ins Leben des Pferdes eingreift. Manch einer traut sich nichtmehr zu reiten, da er jetzt die vielen körperlichen Probleme seines Pferdes erkennt. Manch einer hat einfach Angst, etwas falsch zu machen und manch einer hat Angst vor seinem Pferd entwickelt. Diese Liste, ließe sich endlos fortsetzen...
Was dein Pferd von dir braucht
Wenn Pferde eines von uns brauchen, ist es meiner Erfahrung nach, die innere Entscheidung und auch die innere Kapazität, die (Führungs-)Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen zu können, das sich von seiner Natur aus bereits gerne anschließen möchte. Pferde achten auf unsere kleinsten Signale, sie können sogar unseren Herzschlag wahrnehmen.
Pferden kann man nichts vormachen. Ist der Mensch verunsichert vertrauen sie ihm nicht. Warum sollte man auch einem gestressten, dysregulierten Menschen sein Leben anvertrauen? Aus Sicht eines Fluchttieres ein vollkommen nachvollziehbarer Gedanke oder?
meine Antwort
Die Frage, was dein Pferd von dir braucht, würde ich also in erster Linie so beantworten: dein Pferd braucht einen Menschen an seiner Seite, der innere Kapazität hat, seine Führungsrolle auszufüllen und sein eigenes Nervensystem zu regulieren.

Die innere Kapazität
Dieser Punkt ist wirklich ein Gamechanger!
So viele Kunden erlebe ich, die wissen, dass sie im Zusammensein mit ihrem Pferd nicht souverän sind, vielleicht sogar von schlimmen Ängsten geplagt werden, für die sie sich im allerschlimmsten Fall auch noch schämen. Lass dir gesagt sein, niemand entscheidet sich absichtlich dafür, unter Ängsten zu leiden. Deine Angst hat einen guten Grund und du wirst einen Weg in ein freudvolles Miteinander finden. Wenn du lernst, dich selbst zu regulieren, wirst du auch deinem Pferd helfen können sich zu regulieren! Dann werden vielleicht auch wieder Dinge abseits von bloßem Füttern interessant für euch und zwar, weil ihr auf einmal beide Lust habt zusammen die Welt zu erkunden.
Was du tun kannst
Die Fähigkeit eine souveräne Führungspersönlichkeit sein zu wollen erfordert eine gewisse mentale Stärke sowie die Fähigkeit zur Selbstregulation auf Seiten des Menschen und kann nicht durch die reine Aneignung von theoretischem Wissen entstehen.
Vielmehr entsteht sie, wenn theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung verbunden und das Wissen so erlebbar wird.
Hier kannst du ansetzen.
Ich unterstütze dich gerne, mit deinem Pferd wieder ins Tun zu kommen und Wissen erlebbar zu machen. Schau dir mein Angebot an und lass uns zusammenarbeiten!
Kennst du diese Verunsicherung von dir selbst? Wie geht es dir damit?



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